Privatstiftungen und Stiftungsvorstände

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Im Rahmen Ihrer Tätigkeiten als Vorstand einer Privatstiftung treffen Sie vielfältigste Aufgaben, aber auch Pflichten.  Als Stiftungsvorstand haben Sie beispielsweise dazu zu sorgen, dass der Stiftungszweck erfüllt wird. Diese Aufgabe ist sparsam und mit der gewissenhaften Sorgfalt eines Geschäftsführers zu erfüllen. Ebenfalls trifft Sie die Pflicht, die Bestimmungen der Stiftungserklärung einzuhalten, aber auch Ausschüttungen nur dann vorzunehmen, wenn dadurch nicht Ansprüche von Gläubigern geschmälert werden.

Hinzu kommen noch weitere Verpflichtungen für Privatstiftungsvorstände. Allen gemein ist, dass Privatstiftungsvorstände persönlich und unbegrenzt für behauptete oder tatsächlich begangene Pflichtverletzungen haften. Diese Haftung besteht, wie in § 29 PSG klargestellt wird, gegenüber der Privatstiftung. Ist ein Aufsichtsrat bestellt, so macht dieser die Ansprüche gegen Sie als Stiftungsvorstandsmitglied geltend.

In der Praxis kommt es, trotz höchster Sorgfalt, vor, dass Fehler passieren. Häufig auftretende Szenarien, die Sie persönlich haftbar machen sind, dass keine ausreichende Dokumentation der Geschäftsfälle stattfindet, was auch bei Umlaufbeschlüssen zu Schwierigkeiten führen kann. Oftmals kann es vorkommen, dass Veranlagungen getätigt werden, die nicht mit dem Stiftungszweck übereinstimmen.

Die Möglichkeit zur Errichtung einer Privatstiftung in Österreich wurde 1993 geschaffen. Die damalige Stiftergeneration war zumeist bereits im mittleren, bis hohen Alter. Das Ableben ebendieser Stiftergeneration bedingt eine erhöhte Inanspruchnahme der Privatstiftungsvorstände in Haftungsfragen durch die nachfolgende Generation, da oft das persönliche Verhältnis nicht mehr so eng ist.

Um Stiftungsvorstände gegen ungerechtfertigte und gerechtfertigte Haftungsansprüche abzusichern gibt es die Möglichkeit eine D&O-Versicherung (Directors- and Officers-Versicherung) abzuschließen.

Als eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung soll die D&O-Versicherung das Privatvermögen von Privatstiftungsvorständen vor Schadenersatz- und Regressansprüchen, aufgrund von Pflichtverletzungen und Fehlentscheidungen in Ihrer Tätigkeit für die Stiftung, schützen.

Der Stiftungsvorstand sollte sein Vermögen durch eine ausreichende Versicherungsdeckung absichern. Denn er haftet persönlich, unbegrenzt und mit seinem Privatvermögen gegenüber der Privatstiftung.

Am österreichischen und deutschen Versicherungsmarkt gibt es wenige Anbieter die das Risiko von Stiftungsvorständen zeichnen wollen, wenn dann oft mit einem umfassenden Ausschlusskatalog.

Um das Privatvermögen von Vorständen und Aufsichtsorgangen im Falle von Pflichtverletzungen bei ihrer Tätigkeit abzusichern, hat Infinco zusammen mit dem Verband Österreichischer Privatstiftungen (VÖP) ein weitreichendes Versicherungskonzept erarbeitet, das der strengen Haftung von Organen von Privatstiftungen inhaltlich bestens Rechnung trägt. Daher profitieren Sie zusätzlich von besonderen Konditionen, wenn Sie Mitglied des VÖP sind.

Diese Versicherungslösung zeichnet sich gegenüber den herkömmlichen Versicherungsprodukten am Markt durch den Verzicht auf marktübliche Ausschlüsse aus. Dazu gehören etwa:

  • Schäden, welche aus dem elektronischen Datenaustausch resultieren
  • Ersatzansprüche aus der unzweckmäßigen Anschaffung, Anlage und Verwaltung von Vermögen
  • Schäden, die durch den Versicherungsnehmer selbst, seien Weisung oder auf seine Veranlassung erfolgt sind

Die oben genannten Ausschlüsse sind im Versicherungskonzept der Infinco mitversichert.

Zusätzlich bietet Infinco die Möglichkeit:

  • einer unbegrenzten Rückwärtsversicherung, frei von bekannten Pflichtverletzungen
  • eine zeitlich unbegrenzte,  unverfallbare Nachmeldefrist ab Vertragsbeginn
  • der D&O-Versicherungsvertrag kann wahlweise von Ihnen als Organ der Stiftung, oder von der Stiftung selbst, für deren Organe, abgeschlossen werden.
  • wenn Sie in mehreren Privatstiftungen tätig sind, so können alle, oder auch nur die von Ihnen gewählten Mandate versichert werden.

D&O-Konzepte sind vorrangig auf zivilrechtliche und nicht auf strafrechtliche Ansprüche ausgelegt. Damit für Sie auch im Strafverfahren Deckung gegeben ist, ist ein zu erwartender, versicherter Vermögensschaden Voraussetzung. Daher hat Infinco ebenfalls eine Spezialstrafrechtsschutzdeckung speziell für Vorstandsmitglieder konzipiert.

Um Ihr Kostenrisiko zu minimieren stellt unsere Spezialstrafrechtsschutzversicherung die finanziellen Mittel für die rechtsanwaltliche Vertretung, sowie die Finanzierung von privaten Gutachten, zur Verfügung. Das alles sogar beim Vorwurf von Vorsatzdelikten.

Auch dieser Versicherungsvertrag kann wahlweise von Ihnen als Organ der Privatstiftung, oder von der Privatstiftung selbst, für deren Organe, abgeschlossen werden. Wenn Sie in mehreren Privatstiftungen tätig sind, so können alle, oder auch nur die von Ihnen gewählten Mandate versichert werden.

Infinco ist für Sie als Full Service Provider im Inland tätig. Unser Know-How steht Ihnen somit von der Beratung, Offert-, beziehungsweise Konzepterstellung, bis hin zur Schadensabwicklung zur Seite.