Cyberversicherung: Die oft übersehenen Serviceleistungen jenseits der Schadendeckung – Teil 1
Cyberversicherungen leisten nicht nur Schadenersatz, sondern dienen auch der Risiko-Sensibilisierung und der Cybersicherheit.
Cyberversicherungen leisten nicht nur Schadenersatz, sondern dienen auch der Risiko-Sensibilisierung und der Cybersicherheit.
Cyberversicherungen sind weit mehr als reine Schadenspolicen. Ihre eigentliche Stärke liegt in einem Ökosystem aus Prävention, Krisenmanagement und Assistance-Leistungen, das Unternehmen vor, während und nach einem Cybervorfall begleitet. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), von denen 94 % im Jahr 2024 mindestens einem Cyberangriff ausgesetzt waren, bilden diese Zusatzleistungen oft den entscheidenden Mehrwert — und gleichzeitig ein starkes Verkaufsargument.
KMU verfügen häufig über dieselben sensiblen Kundendaten und digitalen Infrastrukturen wie Großunternehmen, haben jedoch selten die Ressourcen für ein vergleichbares Sicherheitsniveau. Laut Fortinet werden KMU gerade deshalb gezielt angegriffen: Sie bieten für Hacker ein attraktives Kosten-Nutzen-Verhältnis. 78 % der KMU befürchten, dass ein schwerwiegender Cybervorfall sie existenziell gefährden könnte — und dennoch verfügen nach Expertenschätzungen mancherorts erst rund 10 % der KMU über einen Cyberversicherungsschutz – und der Großteil der Kunden hat sich für den Schutz entscheiden, weil er eine Empfehlung von seinem Broker erhalten hat.
Diese Diskrepanz verdeutlicht: Viele Unternehmen betrachten Cyberversicherungen noch immer als reine Kostenposition statt als strategisches Schutzinstrument. Hier setzt die Beratungskompetenz des spezialisierten Maklers an.
Der mit Abstand wichtigste Präventionshebel ist der Faktor Mensch: Rund 73 % aller Sicherheitsvorfälle gehen auf Phishing und den Diebstahl von Anmeldeinformationen zurück. Genau hier setzen moderne Cyberversicherungen an, die Prävention als integralen Bestandteil der Police anbieten — nicht als optionales Zusatzprodukt.
Ein konkretes Produktbeispiel liefert die Kooperation zwischen dem Spezialversicherer Markel und dem Cybersecurity-Unternehmen Perseus. Markel bietet in Zusammenarbeit mit Perseus folgende direkt in die Versicherungspolice integrierte Präventionsmaßnahmen an:
Das Besondere an diesem Ansatz: Die Leistungen sind als „Plug and Play” konzipiert — einfache Handhabung und sofortige Einsatzfähigkeit ohne dass eine eigene IT-Abteilung notwendig ist.
Einige Versicherer gehen noch darüber hinaus und bieten noch weitere Dienstleistungen an bzw. bieten signifikante Preisnachlässe für professionelle Services an:
| Präventionsservice | Leistungsumfang |
|---|---|
| Security-Assessment | Check mittels Fragebogen für Cyberrisiken mit Online-Support |
| Schwachstellen-Scan | Automatisierter Scan zur Ersteinschätzung von IT-Schwachstellen |
| Security Awareness Training | Interaktive Trainingseinheiten zu KMU-spezifischen Cyberrisiken |
| Phishing-Awareness-Tests | individualisierte Phishing-Mails zur Mitarbeitersensibilisierung |
| Darknet-Monitoring | Überwachung von E-Mail-Domains und Telefonnummern im Darknet mit Warnmeldungen bei Datenlecks |
| Notfallplan | Vorlage zur strukturierten Vorbereitung auf den Ernstfall |
| Gefahrenwarnungen | Regelmäßige Hinweise zu aktuellen Cyber-Bedrohungen |
Besonders das Darknet-Monitoring und die Schwachstellen-Scans verdienen Aufmerksamkeit: KMU erfahren so frühzeitig, ob gestohlene Unternehmens- oder Mitarbeiterdaten bereits im Darknet gehandelt werden — ein Service, der isoliert betrachtet erhebliche Kosten verursachen würde, aber in so manchem Cyberversicherungsprodukt inkludiert ist.
Der Präventionsbaustein erzeugt eine Win-win-Situation: Unternehmen senken ihr Risikoprofil, während Versicherer niedrigere Schadensquoten verzeichnen. Munich Re betont, dass Cyberversicherungen „nicht nur Schadenersatz leisten, sondern auch der Risiko-Sensibilisierung und der Cybersicherheit dienen” und dazu beitragen, Unternehmen jeder Größe vor den Folgen eines Vorfalls zu schützen.
Lesen Sie mehr über Präventionsmaßnahmen in unserem aktuellen Blog-Beitrag.
Im Ernstfall eines Cyberangriffs zählt Geschwindigkeit: Systeme müssen isoliert, Beweise gesichert und Meldepflichten eingehalten werden — oft innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Die meisten KMU verfügen weder über das Wissen noch über die Kapazitäten, diese Anforderungen eigenständig zu erfüllen.
Hier greifen die Assistance-Leistungen der Cyberversicherung. Moderne Policen beinhalten:
Ein Aspekt, den KMU fast nie auf dem Radar haben: die professionelle Krisenkommunikation. Nach einem Datenleck müssen betroffene Kunden informiert, Medienanfragen beantwortet und der Unternehmensruf geschützt werden. Cyberversicherungen decken typischerweise die Kosten für:
Im Schadensfall stellt die Versicherung technische, finanzielle und rechtliche Unterstützung bereit — dies umfasst IT-Forensik, Rechtsberatung bei Datenschutzverletzungen und Hilfe bei der Krisenkommunikation, was besonders für KMU wichtig ist, die oft nicht über eigene Ressourcen in diesen Bereichen verfügen.
Im nächsten Monat schreiben wir über weitere Leistungen der Cyberversicherung, welche man möglicherweise nicht immer sofort im Fokus hat – seien Sie gespannt.
Für Unternehmen, Stiftungen, Vereine, einzelne Personen & D&O mit Strafrechtschutz
Für Dienstleister & Gewerbe, Versicherungs-Vermitttler, Produktions-Unternehmen etc.
Strafrechtsschutz, Manager-Rechtsschutz, Steuerberater & Wirtschaftsprüfer
Finanzinstitutionen,
Kommerzielle Kunden
Finanzinstitute, Private Equity, Werbung & Medien etc.
Der Grundgedanke ist einfach: Je früher ein Problem entdeckt wird, desto geringer ist der Aufwand seiner Behebung.
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Kein Unternehmen ist zu klein, zu unbekannt oder zu gut geschützt, um ins Visier von Cyberkriminellen zu geraten.
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Wer heute keine Cyberversicherung abschließt, entscheidet sich bewusst dafür, das volle finanzielle Risiko eines Totalausfalls auf die eigene Kappe zu nehmen.
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