Was 2025 mit Themen wie Managerhaftung, Wirecard-Rechtsprechung und Shadow AI begann, setzt sich 2026 mit noch größerer Dringlichkeit fort – denn die Grenzen zwischen unternehmerischer Verantwortung, persönlicher Strafbarkeit und digitaler Angriffsfläche verschwimmen zusehends.
Jetzt zum Financial Lines Dialog 2026 anmelden und kompakt erfahren, wie Strafrecht, Cyberrisiken und KI-Governance die Haftung von Unternehmen und Managern prägen.

Ein Fachtag im Zeichen der Zuspitzung
Wir bringen es auf den Punkt: Strafrechtliche Risiken, Cybervorfälle und KI-Governance werden für Unternehmensleiter zunehmend zur persönlichen Herausforderung. Für Versicherungsmakler, Risikomanager und CISOs ist das keine abstrakte Diskussion, sondern gelebte Praxis – schließlich entscheidet die Qualität der D&O- und Cyber-Deckung heute darüber, ob ein einzelner Vorfall ein Unternehmen destabilisiert oder professionell abgefedert wird. Vier hochkarätige Referenten spannen dafür in Luberegg den Bogen von Strafrecht über Compliance-Struktur bis zu KI-Sicherheit.
Wenn aus Verantwortung Strafbarkeit wird
Den Auftakt macht Dr. Norbert Wess, Honorarprofessor an der Universität Linz und Partner bei wkk law Rechtsanwälte in Wien, einer der bekanntesten Wirtschaftsstrafverteidiger Österreichs. Wess vertrat prominente Mandanten wie Karl-Heinz Grasser, Sophie Karmasin und zuletzt René Benko und gilt im „Legal 500″-Ranking als Mitglied der „Hall of Fame – White Collar Crime“. Sein Vortrag beleuchtet, wie Manager ins Fadenkreuz der Strafverfolgung geraten und wie sie sich bei Ermittlungen bestmöglich schützen können. Wess selbst beobachtet, dass viele Wirtschaftsstrafverfahren aus mangelndem Problembewusstsein und fehlender Dokumentation unternehmerischer Entscheidungen entstehen – ein Befund mit direkter Relevanz für die D&O-Zeichnungspraxis, denn genau hier setzt eine belastbare Risikoprävention an.
Der Verantwortliche Beauftragte als Schutzschild
Daran schließt Prof. (FH) Mag. Dr. Christian Fritz, LL.M., MBA, von Zumtobel Kronberger Rechtsanwälte in Salzburg an. Fritz ist allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger sowie Verfasser von über 70 Fachpublikationen zum Gesellschafts- und Unternehmensrecht. Sein Thema: die Rolle des „Verantwortlichen Beauftragten“ als Risk-Management-Instrument und mögliche Brandschutzmauer für das Top-Management. Für die D&O-Praxis ist dieses Konzept hochaktuell, weil es aufzeigt, wie Haftungsrisiken durch klare Delegation und Organisationsstruktur innerhalb des Unternehmens gebündelt und begrenzt werden können – ein Ansatz, den Underwriter zunehmend in die Risikobewertung einbeziehen.
Von der Cyberattacke zur Organhaftung
Mag. Philipp Scheuba, Partner bei BLS Rechtsanwälte in Wien, gehört zu den renommiertesten Versicherungsrechtsexperten Österreichs und berät seit rund 20 Jahren nationale wie internationale Versicherer in Großschadensfällen aus Industrie-, Energie- und IT-Unternehemen. Sein Vortrag „Cyberrisiken als Governance- und Haftungskaskade“ verfolgt den Weg vom IT-Vorfall bis zum persönlichen Organhaftungsfall und macht damit deutlich, wie eng Cyber- und D&O-Deckungen in der Praxis mittlerweile verzahnt sind. Scheuba hält regelmäßig Vorträge beim österreichischen Versicherungsverband VVO und gilt als gefragter Ansprechpartner für Fragen der Managerhaftpflicht- und Cyberversicherung.
Autonome KI als neue Governance-Front
Den Abschluss bildet Mag. Natascha Jäger, Unternehmensberaterin, Certified Information Security Managerin (CISM) und IS-Auditorin, die seit 18 Jahren Themen wie Digitalisierung und Cyber-Risiken in der Versicherungsbranche prägt. Ihr Update „Cyber Security im Zeitalter autonomer KI“ adressiert neue Risiken und Chancen, wobei Prozessklarheit, Governance und Datenkontrolle als entscheidende Erfolgsfaktoren für Unternehmen und Manager herausgestellt werden. Jäger betont in früheren Vorträgen bereits die Bedeutung professionellen Risikomanagements und gezielter Mitarbeiterschulung, um Unternehmen gegen wachsende Cyber-Bedrohungen zu wappnen.
Vier Perspektiven, ein gemeinsamer Nenner
Die vier Vortragsthemen ergeben in ihrer Gesamtheit ein stimmiges Bild: Strafrecht, Organisationsstruktur, Cyber-Haftungskaskaden und KI-Governance sind längst keine getrennten Silos mehr, sondern greifen in der modernen D&O- und Cyber-Versicherungspraxis ineinander. Eine abschließende Paneldiskussion unter der Moderation unseres Geschäftsführers Joe Kaltschmid bündelt diese Perspektiven zu den brennendsten Herausforderungen rund um Cybercrime, Managerhaftung und Risikomanagement.
Für Makler und Risikoexperten liefert der Financial Lines Dialog 2026 damit weit mehr als juristische Theorie: Er zeigt konkret, wo Managerschutz heute ansetzen muss – bei klarer Organisationsstruktur, wirksamer Cyber-Resilienz und einer D&O-Deckung, die mit den neuen Risikodimensionen mitwächst.
Platz sichern: Financial Lines Dialog 2026 – aktuelle Haftungsrisiken, starke Praxisimpulse und Austausch mit führenden Expert:innen in der Wachau.
