Rückblick: INFINCO Financial Lines Dialog 2026
Ein herzliches Dankeschön an alle Speaker für ihre fundierten Impulse und an alle Gäste für den offenen und inspirierenden Austausch.
Ein herzliches Dankeschön an alle Speaker für ihre fundierten Impulse und an alle Gäste für den offenen und inspirierenden Austausch.
Wenn aus Verantwortung persönliches Risiko wird: Beim diesjährigen INFINCO Financial Lines Dialog in der Wachau haben wir gemeinsam mit hochkarätigen Expertinnen und Experten ausgelotet, wo Managerhaftung, Strafrecht, Cyber und Künstliche Intelligenz heute zusammentreffen, und was Entscheidungsträger konkret tun können, um sich wirksam zu schützen.
Moderator Helmut Tenschert führte durch den Tag, bevor Veranstalter Joe Kaltschmid, geschäftsführender Gesellschafter von INFINCO Financial Lines, den Dialog eröffnete und den Rahmen für ein dichtes Programm setzte.
Den Auftakt machte Markus Machan von Wess Kux Kispert & Eckert Rechtsanwälte mit einem Befund, der aufrüttelt: Die Anzeigen wegen Wirtschaftskriminalität in Österreich sind seit 2020 massiv gestiegen, Großverfahren haben sich im Zehnjahresvergleich verdoppelt. Geschäftsführer und Vorstände geraten damit so häufig wie nie ins Fadenkreuz der Strafverfolgung, mit Folgen für die Person ebenso wie für das Unternehmen. Seine zentrale Botschaft: Prävention ist die effektivste und kostengünstigste Verteidigung. Ein wirksames Compliance-Management-System und lückenlose Dokumentation sind der beste Schutz. Kommt es dennoch zu Ermittlungen, gehört sofort ein spezialisierter Strafverteidiger an Bord.
Wie sich die Geschäftsleitung auch im Verwaltungsstrafrecht absichern kann, zeigte im Anschluss Christian Fritz am Instrument des Verantwortlichen Beauftragten, einer echten Brandschutzmauer für das Top-Management: „Die Bestellung eines Verantwortlichen Beauftragten aus dem Kreis der Geschäftsführer / Vorstandsmitglieder vermeidet den verwaltungsstrafrechtlichen Multiplikatoreffekt.“ Werden Mitarbeiter bestellt, gilt: Konsequenz, Konsequenz und noch einmal Konsequenz, und das liegt im ureigenen Interesse der Geschäftsleitung.
Vom analogen ins digitale Haftungsrisiko führte uns nach der Pause Philipp Scheuba, Partner bei BLS Rechtsanwälte. Seine Ausgangsfrage: Ist Cybersecurity ein Minenfeld und das NISG nur ein weiteres Gesetz, das unternehmerisches Handeln verkompliziert, oder sind wir schon einen Schritt weiter? Er zeigte eindrucksvoll, wie aus einem IT-Vorfall ein persönlicher Organhaftungsfall werden kann. Das Bild, das hängen blieb: Klüger als die Ente, die den Kopf ins Wasser steckt, ist es, beim Thema Cyber vorzusorgen, um weiterhin erhobenen Hauptes durch die Wirtschaftswelt zu gehen.
Nahtlos daran knüpfte am Nachmittag Natascha Jäger an und blickte auf die nächste Stufe: Cyber Security im Zeitalter autonomer KI. Die Emotionen rund um Künstliche Intelligenz gehen derzeit wieder hoch, doch wer die Technologie versteht, kann sie sicher und zielgerichtet einsetzen. Denn KI braucht Führung und Kontrolle: Organisationen müssen klar definieren, was sie von ihr wollen, welche Spielregeln gelten, und diese auch einfordern. Nur so lässt sich ihr Potenzial gewinnbringend und sicher nutzen.
Zum krönenden Abschluss brachte Joe Kaltschmid die Themen des Tages in einer hochkarätig besetzten Paneldiskussion zusammen. Gemeinsam mit Beate Dantele (Director Claims Europe @ Markel), Michael Harth (Regional Head Österreich, Deutschland & CEE @Liberty Specialty Markets), Natascha Jäger (Expertin für Cyber Risk und Strategieentwicklung), Georg Schwondra (Leitung Cyber Risk @ Deloitte Österreich) und Alexander Rassmann (Leiter Haftpflicht und Financial Lines @ DVA Deutsche Verkehrs-Assekuranz) ging es um die brennendsten Fragen rund um Cybercrime, Managerhaftung und Risikomanagement.
Das Ergebnis: ein lebendiger Schlagabtausch aus Schadenpraxis, Underwriting, Cyber-Beratung und Versicherungsmarkt, der gezeigt hat, wie eng diese Perspektiven heute zusammengehören.
Sie möchten noch die restlichen Fotos sehen – gerne in unserer Fotogalerie zum Dialog.
Für Unternehmen, Stiftungen, Vereine, einzelne Personen & D&O mit Strafrechtschutz
Für Dienstleister & Gewerbe, Versicherungs-Vermitttler, Produktions-Unternehmen etc.
Strafrechtsschutz, Manager-Rechtsschutz, Steuerberater & Wirtschaftsprüfer
Finanzinstitutionen,
Kommerzielle Kunden
Finanzinstitute, Private Equity, Werbung & Medien etc.
Der Berliner Vorfall macht deutlich: Cyberresilienz im öffentlichen Sektor ist Teil der Daseinsvorsorge.
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